Über den Jahreswechsel verbrachte ich eine Woche im Allgäu. Dabei boten die Berge eine wunderbare Fotokulisse. Zum Glück hatte ich den Polfilter dabei, das wichtigste Zubehör bei Schönwetter-Bergwanderungen. Zunächst ein paar Takte über den Polfilter selbst:

Photoshop kann alles. Eine Aussage, die sicher jeder kennt. Aber es gibt eben auch Grenzen, und eine davon ist die Polarisation von Licht. Filter, früher in der analogen (Schwarz-Weiß-)Fotografie viel eingesetzt, sind heute größtenteils durch Software ersetzt. Übrig geblieben ist unter anderem der Polfilter. Physikalisch gesehen lässt er nur eine Schwingungsebene des Lichts durch, der Rest wird rausgefiltert. Wichtiger ist aber die sichtbare Wirkung im Bild. Hier bewirkt der Polfilter, dass Spiegelungen und Reflexionen auf nichtmetallischen Oberflächen verschwinden. Dadurch löst sich beispielsweise der Dunst in der Atmosphäre auf, weshalb das Himmelsblau kräftiger wird. So werden auch auf dem Foto die entfernten Berggipfel sichtbar, die sonst nur das Auge sieht.

Bei meinen ersten Allgäu-Bildern wunderte ich mich anfangs, weshalb die Bilder so anders als erwartet aussahen. Ein Polfilter will eben nicht nur aufgesteckt, sondern auch gedreht werden. Dabei schaut man sich einfach das Bild an und dreht so lange am Filter, bis das Ergebnis passt. Übertreiben sollte man nicht, sonst sieht das Bild sehr unnatürlich aus. Sobald man den “Dreh” raus hat, gelingen erstaunlich schöne Bilder.

Wer sich einen Polfilter zulegen möchte, stößt schnell auf die Begriffe “linear” und “zirkular”. In der digitalen Fotografie ist eigentlich nur noch der zirkulare Polfilter interessant, da lineare Polfilter den Autofokus durcheinander bringen. Merkwürdigerweise funktioniert auf meiner Canon G12 auch ein linearer Polfilter einwandfrei. Gute Filter sind beispielsweise die B+W-Filter von Schneider-Kreuznach, die allerdings auch ihren Preis haben. Auf deren Internetseite finden scih auch weitere Informationen über Polfilter.