Mein Raspberry Pi

Nach gefühlten tausend Artikeln über den Raspberry Pi möchte ich nun auch meinen Senf dazu abgeben. Auch wenn dieser Rechenzwerg wenig mit Fotografie zu tun hat, dürfte er trotzdem so manchen technikbegeisterten Leser interessieren.
Was ist überhaupt ein Raspberry Pi? Die Hersteller beschreiben ihn so (übersetzt):

Der Raspberry Pi ist ein Computer im Scheckkartenformat, der an Ihren Fernseher und eine Tastatur angeschlossen wird. Er ist ein leistungsfähiger kleiner PC, der für viele der Dinge, die Ihr Desktop-PC kann, wie Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Spiele, genutzt werden kann. Er gibt auch High-Definition-Videos wieder. Wir wollen, dass es von Kindern auf der ganzen Welt verwendet wird, um die Programmierung zu lernen.

Thumbnail-6367-300x196 in Mein Raspberry PiBereits vor der Veröffentlichung beobachtete ich gespannt die Entwicklung des Projekts. Später bestellte dann ein Freund mehrere Raspberry’s, einen davon für mich. Nach elf(!) Wochen kam dann die fast schon verloren geglaubte Lieferung an. Schön verpackt in einer rosa Box. Die benötigte Speicherkarte für’s Betriebssystem darf nicht vergessen werden. Bei mir hat sich eine 16-GB Class 10-Karte von SanDisk bestens bewährt. Außerdem braucht man auch noch ein Handy-Netzteil als Stromversorgung. Dabei sollte man darauf achten, dass dieses mindestens 700 mA Strom zur Verfügung stellt. Ich verwende ein iPod/iPhone-Ladegerät mit 1A.

Als Betriebssystem stehen mehrere Linux-basierte Systeme zur Wahl, zunächst installierte ich das für Anfänger empfohlene “Raspbian”. Funktionierte prinzipiell ganz gut, allerdings hatte ich große Schwierigkeiten mit der Tastatur. Entweder fehlten Buchstaben , oder sie wurden endlos wiederholt. Das sah dann ungefähr so aus: stttttteiffffff-lccccht (für “streif-licht”). Oder noch schlimmer. Aus anderen Berichten war mir sofort klar, dass die Tastatur unterversorgt wird. Doch auch ein USB-Hub mit eigener Stromversorgung half nichts. Vielleicht liegt’s auch einfach am Betriebssystem, dachte ich. Also: Neues Image auf die SD-Karte übertragen, diesmal Arch Linux. Half auch nichts. Aus Neugier testete ich auch noch kurz Android, aber die Maus-Unterstützung ist schrecklich. Trotzdem lustig, Android mit Maus/Tastatur und einem größeren Bildschirm zu sehen. Letztendlich entschied ich mich für das Debian-basierte “Raspbian”, das Tastatur-Problem erledigte sich ganz einfach durch ein stromsparendes Modell.

Thumbnail-6383-300x225 in Mein Raspberry PiDoch welche Software läuft eigentlich auf dem Raspberry? Den Anfang machte LibreOffice, der bekannte OpenOffice-Ableger, das schneller lief als gedacht. Der VLC-Mediaplayer funktioniert auch gut, solange keine anderen Programme laufen. Bei den Spielen hat’s dann aber aufgehört. Nachdem schon ein einfaches 2D-Spiel den Raspberry überlastete, machte ich keine weiteren Versuche in diese Richtung. Auch die Java-Entwicklungsumgebung Netbeans brauchte für alles gefühlt Stunden. Immerhin konnte ich mit der Linux-Version von Google Chrome recht schnell im Internet surfen. Zusammengefasst kann man mit dem Raspberry viel machen, doch man kommt schnell an die Leistungsgrenze.

Jetzt fragt sich nur noch, für was man dieses Ding sinnvoll einsetzen kann. Als Webserver, Druckserver, Fileserver oder “Immer-Dabei-PC”? Solange ich darauf keine Antwort weiß, ist es einfach mein neues Spielzeug 🙂 .

Hier noch eine schematische Darstellung, die ich auf der sehr empfehlenswerten Website der Entwickler des Raspberry Pi’s fand. Vorbeischauen lohnt sich!

RaspiModelB in Mein Raspberry Pi

 

2 Comments

  1. Wir haben unsere zwei Raspberrys jetzt auch seit ein paar Wochen. Wir verwenden das Ding als Webcam-Streaming-Server, d.h. wir laden alle 5min ein Bild vom schönen Buocher Panorama hoch 😀 ….www.waldhof1.de/webcam.html …bald folgen dann Videos von Zeitrafferaufnahmen der letzten 4 Wochen…

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