Vor wenigen Tagen grub ich auf meiner Festplatte einen alten Schatz aus. Es ist ein Film, den ich vor drei Jahren drehte. Zur Verfügung stand mir damals nur ein sehr billiger Camcorder von Sony, was man auch an der Qualität deutlich erkennt. Und trotzdem fasziniert mich dieser Film immer wieder aufs Neue. Der Titel “Heavy Metal” bezieht sich weniger auf den Musikstil des Soundtracks als vielmehr auf die Dampflokomotiven, die im wahrsten Sinne des Wortes “schweres Metall” sind. Beim Schnitt ging damals leider die Original-Tonspur verloren, dadurch war ich gezwungen, eine umso bessere Filmmusik zu finden. Ich muss zugeben, dass ich damals eigentlich keine Ahnung vom Filmschnitt hatte. Trotzdem versuchte ich, die Faszination einer Dampflokomotive möglichst gut wiederzugeben. Um etwas Spannung in den Film zu bekommen, erkennt man am Anfang die Dampfloks nur schemenhaft, die harten Schnitte unterstützen diesen Effekt. Dann wird immer mehr sichtbar, bis es zum “Finale” auf der Brücke kommt. Zum Schluss sieht man die rote Diesellok in einer Kurve verschwinden, durch die Musik und das blinkende Licht bekommt diese Szene eine melancholische (Abschieds-)Stimmung. Der Abspann ist natürlich “remastered”, schließlich gab es vor drei Jahren noch kein “streif-licht”. Wie ihr seht, kann man mit wenig Mitteln einen (zumindest in meinen Augen) schönen Film drehen. Zum filmen tut’s heutzutage auch eine normale Digitalkamera mit Stativ. Beim anschließenden Schnitt kann man selbst mit einfachsten Programmen wie dem Windows Movie Maker erstaunliche Ergebnisse erreichen. Zeitlich braucht man meiner Erfahrung nach für eine Minute im fertigen Film unterm Strich eine Stunde bei der Bearbeitung. Probier’s einfach mal aus, schnapp Foto und Stativ und drehe deinen eigenen Film!

P.S.: Durch einen Kommentar auf dieser Seite bin ich nun motiviert, dieses Jahr eine kleine Doku über meinen Heimatort Grunbach zu machen. Neben einer Fotoserie ist dazu auch ein kleiner Film geplant. Danke Tobias für deine Idee!